Wenn Sie als Hauptpflegeperson eine Pause brauchen, übernimmt die Pflegekasse die Kosten für eine Ersatzpflege. Das gilt ab Pflegegrad 2, sofern Sie den Angehörigen bereits seit mindestens 6 Monaten in seiner häuslichen Umgebung pflegen.
Ihre Checkliste:
- [ ] Antrag stellen: Informieren Sie die Pflegekasse vorab (formlos), dass Sie Verhinderungspflege in Anspruch nehmen möchten.
- [ ] Ersatzperson wählen: Das kann ein professioneller Pflegedienst, eine ferne Verwandte oder ein Nachbar sein. (Achtung: Bei nahen Verwandten gelten Sonderregeln für die Vergütung!).
- [ ] Budget prüfen: Ihnen stehen jährlich 1.612 € zur Verfügung.
- [ ] Kurzzeitpflege-Bonus nutzen: Falls Sie keine Kurzzeitpflege (stationär) nutzen, können Sie 50 % dieses Budgets (806 €) auf die Verhinderungspflege übertragen. Ihr Gesamtbudget steigt damit auf 2.418 €.
- [ ] Belege sammeln: Quittieren Sie die Auszahlungen an Privatpersonen oder sammeln Sie die Rechnungen des Ersatzdienstes zur Einreichung bei der Kasse.
- [ ] Stundenweise Nutzung: Wenn Sie weniger als 8 Stunden pro Tag weg sind, wird Ihnen das reguläre Pflegegeld für diesen Tag nicht gekürzt!